Back to the future

Irgendwo im Keller hab ich heute zufällig eine alte VHS - Kassette gefunden ... mit 8 Jahre alten Videos von Geburtstagen, Grillfesten oder was man sonst halt so mit der Familie macht.

Ich konnte sie mir nicht ansehen.

Warum ist es für uns so schwierig, die Tür in die Vergangenheit zu öffnen? Haben wir deshalb solche Angst, die Vergangenheit in die Gegenwart zu lassen, da wir dann auf das gegenwärtige Vergangene aufmerksam gemacht werden?

Vielleicht wollten wir gar nicht so werden, wie wir dann eigentlich sind. Vielleicht aber sind wir genau das geworden, was wir wollten, und es hat sich herausgestellt, dass das nicht der Justin Timberlake unter den Entwicklungen war?

Als Kind hat man genaue Vorstellungen, wie das Leben später mal aussehen wird. Wie im Fernsehen. Endlich in den 20ern sein, die große Liebe finden - wieso dauert das so lange?

Nun bin ich tatsächlich ein Twentysomething - und es ist nicht alles so, wie man es sich als Kind erträumt hat. Die große Liebe ist noch immer nicht aufgetaucht - oder wir haben sie verpasst. Oder kommen nicht an sie ran. Oder beides.

In den Kindheitsträumen kommen Schicksalsschläge nicht vor, denen man machtlos gegenübersteht und die dein Leben, dein Inneres, auf immer verändern.

Haben wir unseren Werdegang wirklich selbst in der Hand oder sind wir doch nur dem Schicksal ausgeliefert?

So komme ich nicht herum, mich zu fragen, ob irgendwann irgendwas in mir drin zerbrochen ist, um mir diese Frage zu stellen.

28.9.07 19:17

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